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Integration

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Seit dem neu geltenden Ausländerrecht gibt es eine Verpflichtung des Staates, ausländischen Staatsangehörigen (hier grundsätzlich ohne die Staatsangehörigen eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union) ein Mindestangebot an Integration zu bieten.

Neuzugewanderte Ausländerinnen und Ausländer wenden sich an die für sie zuständige Ausländerbehörde. Diese stellt zunächst fest, ob Sie einen Anspruch auf Teilnahme am Integrationskurs haben oder ob Sie sogar verpflichtet sind, an einem Integrationskurs teilzunehmen. In beiden Fällen erhalten Sie von der Ausländerbehörde eine Bestätigung über die Teilnahmeberechtigung, ein Merkblatt über Ihre Rechte und Pflichten und eine Liste der regionalen Integrationskursträger, aus der Sie einen entsprechenden Träger frei auswählen können.

Die/Der neuzugewanderte ausländische Staatsangehörige hat einen Rechtsanspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs. Sollte er sich jedoch nicht auf einfache Art und Weise in deutscher Sprache verständigen können, wird die Ausländerbehörde ihn zu einer Teilnahme verpflichten. Beim Zuzug  ausländischer Ehegatten oder von Personen, die nach § 23 Abs. 2 AufenthG einen Aufenthaltstitel erhalten, wird eine Verpflichtung sogar dann ausgesprochen, wenn im Zeitpunkt der Erteilung eines Aufenthaltstitels keine ausreichenden Kenntnisse der deutschen Sprache vorliegen.

Der Integrationskurs besteht aus einem Basis- und Aufbaukurs, in dem Ausländer die Sprache kennen lernen sollen und einem Orientierungskurs, welcher Kenntnisse über die Rechtsordnung, die Kultur und die Geschichte in Deutschland vermitteln soll.

Der Rechtsanspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs ist somit grundsätzlich gegeben für

  • Arbeitnehmer oder Selbstständige
  • nachziehende Familienangehörige
  • Asylberechtigte (nach Anerkennung) bzw. Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK)
  • auf Anordnung der obersten Landesbehörden Flüchtlinge aus humanitären Gründen und
  • in anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union langfristig Aufenthaltsberechtigte

Eine Verpflichtung zur Teilnahme an einem Integrationskurs ist ebenso möglich, wenn der ausländische Staatsangehörige (unabhängig von der bisherigen Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts im Bundesgebiet) wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht vermittelt werden kann und daher Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezieht oder er auf besondere Weise integrationsbedürftig ist.

Einem Empfänger von Arbeitslosengeld II kann die Leistung, die er erhält, bis zu 10% gekürzt werden, wenn er den Kurs nicht besucht oder abbricht. Auch kann sich das Fernbleiben des Kurses negativ auf die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis und Erteilung der Niederlassungserlaubnis auswirken.

Integrationkurs

Die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Integrationskurse sind:

  • Für Ausländer, Spätaussiedler und Unionsbürger werden gleiche Kurse angeboten.
  • Der Integrationskurs umfasst einen Basis- und einen Aufbausprachkurs von jeweils 300 Unterrichtsstunden sowie einem Orientierungskurs von 45 Unterrichtsstunden.
  • Ziel des Sprachkurses ist der Erwerb "ausreichender Sprachkenntnisse", wie sie mit B 1 der ersten Stufe der selbstständigen Sprachverwendung auf der Skala des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) beschrieben sind. Danach werden Zuwanderer in die Lage versetzt, sich im täglichen Leben in ihrer Umgebung selbständig zurechtzufinden und entsprechend ihrem Alter und Bildungsstand ein Gespräch zu führen und sich schriftlich auszudrücken.
  • Der Orientierungskurs soll beim Zuwanderer das Verständnis für das deutsche Staatswesen wecken. Insbesondere die Bedeutung der freiheitlich demokratischen Grundordnung, des Parteiensystems, des föderalen Aufbaus Deutschlands, der Sozialstaatlichkeit, der Gleichberechtigung, der Toleranz und der Religionsfreiheit sollen vermittelt werden. Ziel ist, den Zuwanderern das Zurechtfinden in der neuen Gesellschaft zu erleichtern und Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen.
  • Die erfolgreiche Teilnahme am Integrationskurs wird mit einer Prüfung, dem "Deutsch-Test für Zuwanderer (A2-B1)" - kurz DTZ genannt - nachgewiesen.

Eine Auflistung aller zugelassenen Kursträger finden sie auf den Internetseiten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Gebühren für den Integrationskurs

Für die Teilnahme am Integrationskurs (bis zu 600 Stunden Sprachkurs und 45 Stunden Orientierungskurs) müssen Sie bzw. die Ihnen zum Unterhalt verpflichtete Person einen eigenen Kostenbeitrag in Höhe von 1,00 Euro pro Unterrichtsstunde an den Kursträger entrichten. Der Kostenbeitrag entfällt auf Antrag, wenn Sie Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II) oder Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe) beziehen.
Der vom Kostenbeitrag befreite Teilnahmeberechtigte ist verpflichtet, dem Bundesamt unverzüglich mitzuteilen, wenn ihm diese Leistungen nicht mehr gewährt werden.

Anträge, die in der Zuständigkeit des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bearbeitet werden:

Hier die Adresse der zuständigen Aussenstelle des Bundesamtes:
Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge
Veitshöchheimer Str. 100
97080 Würzburg

Hier finden Sie weitere Informationen und Merkblätter (in mehreren Sprachen) zum Thema Integration

Zusätzliche Informationen finden sie unter:

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